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Frauen mit prämenstruellen Beschwerden für Studie gesucht
05.12.2006 | 11:26 Uhr

Internationale Studie soll klären, ob Hormonpräparate wie die „Pille“ die Symptome deutlich verbessern

Bis zu fünf Prozent aller Frauen leiden in den Tagen vor der Regelblutung unter ausgeprägten körperlichen oder psychischen Beschwerden. Abhilfe verspricht in schweren Fällen die Behandlung mit Antidepressiva. Bei vielen Frauen scheint auch die Einnahme der "Pille" zu helfen; gesicherte Ergebnisse liegen dazu aber noch kaum vor. Eine internationale Studie soll diese Lücke schließen. Dazu sucht das Universitätsklinikum Bonn Frauen zwischen 18 und 49 Jahren, die seit mindestens zwölf Monaten regelmäßig unter ausgeprägten prämenstruellen Beschwerden leiden.

Schwere depressive Verstimmungen und Ängste, Gereiztheit, Kopfschmerzen, Spannung in den Brüsten: Drei von vier Frauen im gebährfähigen Alter leiden in den Tagen vor den Tagen unter körperlichen oder psychischen Beschwerden. Bei einigen von ihnen sind die Symptome so stark ausgeprägt, dass Mediziner von einem eigenständigen Krankheitsbild sprechen: Der "Prämenstruellen Dysphorischen Störung" (PMDS). Dennoch sehen selbst Ärzte oft keinen Handlungsbedarf.

Vor allem in schweren Fällen hat sich der Einsatz bestimmter Antidepressiva bewährt, wie inzwischen einige Studien untermauern. In vielen Fällen scheinen auch Hormongaben zu wirken; gesicherte Erkenntnisse fehlen dazu aber bislang weitgehend. In der nun gestarteten internationalen Studie wollen die Mediziner die Wirksamkeit eines Hormonpräparats untersuchen, das in seiner Zusammensetzung der "Pille" ähnelt. Teilnehmen können Frauen zwischen 18 und 49 Jahren, die regelmäßig unter prämenstruellen Beschwerden leiden, keine Psychopharmaka nehmen und nicht mit der "Pille" verhüten.

Nähere Informationen: www.femina.uni-bonn.de

Quelle:

» Uni Bonn (Pressemitteilung)


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