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"Derjenige, der fröhlich in Reih und Glied marschiert, hat sich bereits mein tiefstes Mitgefühl gesichert. Ihm wurde versehentlich ein großes Hirn gegeben. Heldentum auf Kommando, sinnlose Brutalität, einschaltbare Vaterlandsliebe, wie sehr ich all das hasse, wie unbeschreiblich und verächtlich Krieg ist; ich würde mich lieber in Stücke reißen lassen als Teil einer so primitiven Sache zu sein! Es ist meine Überzeugung, daß das Töten unter dem Deckmantel des Krieges nichts weiter ist als Mord." Albert Einstein 

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Kein One-Night-Stent auf der MEDICA
03.11.2006 | 14:04 Uhr

Neuartige urologische Katheter können länger im Körper verbleiben, ohne gewechselt werden zu müssen

Katheter oder Stents sind Hightechschläuche, die eingesetzt werden, um den Harnabfluss zwischen Niere und Blase zu sichern. Sie zählen zum medizinischen Alltag. Innerhalb weniger Stunden können sich auf den Katheteroberflächen Bakterien ansiedeln, die zu Schmerzen, hartnäckigen Harnwegsinfektionen und auch zu gefährlichen Antibiotikaresistenzen führen können. Aus diesem Grund müssen die Katheter in kurzen Intervallen ausgewechselt werden, was für die Patienten unangenehm ist und die Kosten für das Krankenhaus in die Höhe treibt.

Abhilfe versprechen neuartige Katheter, die mit diamantähnlichem amorphem Kohlenstoff (DLC) beschichtet wurden. Sie können länger komplikationsfrei im Körper verbleiben. Forscher der Universität Bonn und der TU Kaiserlautern arbeiten seit Jahren erfolgreich an der Entwicklung derartiger Hightech-Katheter. "Wir konnten inzwischen die nur wenige nanometerdicken DLC-Schichten schrittweise so modifizieren, dass wir damit eine deutliche Reduktion der Bakterienbiofilmbildung erzielen", erklärt Dr. Norbert Laube von der Abteilung für Experimentelle Urologie an der Uni Bonn. "Die Katheterliegezeiten lassen sich nach ersten Untersuchungen so von wenigen Wochen auf mehrere Monate verlängern." Durch die extrem glatte Oberfläche wird zudem das Einsetzen und Wechseln der Katheter für die Patienten angenehmer und komplikationsloser.

Die neuen Implantate werden nun in einer klinischen Studie getestet. Auch wollen die Wissenschaftler herausfinden, warum die hauchdünnen Kohlenstoff-Schichten so wirksam sind. "In Zukunft wollen wir versuchen, Medikamente an die DLC-Schichten zu binden und so das Einsatzspektrum der Materialien noch einmal zu erweitern", erläutert Dr. Laube die nächsten Schritte.

Quelle:

» Uni Bonn (Pressemitteilung)


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