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Max-Planck-Studie zeigt: Jeder vierte Wissenschaftler, der seine Ergebnisse in Patente umsetzt, gründet auch ein eigenes Unternehmen
Erfolgreiche Wissenschaftler sind auch als Unternehmer aktiv. Der neue deutsche Nobelpreisträger Theodor Hänsch gibt dafür ein gutes Beispiel: Der Physiker hat das Unternehmen MenloSystems mitgegründet, das seine Erfindung des Frequenzkamms in Produkte umsetzt. Und damit ist er kein Einzelfall: Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Ökonomik in Jena haben jetzt herausgefunden, dass etwa jeder vierte Forscher, der ein Patent anmeldet, auch ein Unternehmen gründet. Die Studie bezieht sich zwar auf Krebsforscher in den USA, die Jenaer Wirtschaftswissenschaftler sind aber überzeugt, dass sich ihre Erkentnisse prinzipiell auch auf Deutschland übertragen lassen.
Das ist doch keine Frage: Natürlich lohnt es sich, in Forschung zu investieren. Wissen ist die Ressource des 21. Jahrhunderts - das zumindest erfahren wir in jeder zukunftsweisenden Rede. Ob wissenschaftlicher Fortschritt jedoch tatsächlich zu mehr wirtschaftlichem Wachstum führt, ist so klar nicht. Auch manche Politiker monieren, Wissenschaftler seien nur an Veröffentlichungen in angesehenen Journalen ihrer Zunft interessiert - und vielleicht noch am Nobelpreis. Die Wissensfabriken von Universitäten und unabhängigen Forschungsinstituten würden somit auf Halde produzieren - weil die wissenschaftlichen Erkenntnisse den Kreis der Eingeweihten nicht verlassen und in Wirtschaft und Gesellschaft keine Abnehmer finden. Stimmt nicht, haben David Audretsch und seine Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Ökonomik jetzt festgestellt. Zumindest von den Wissenschaftlern, die Patente anmelden, setzt ein Viertel die Erfindungen auch als Geschäftsidee in einem eigenen Unternehmen um.
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