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Zeitiger Frühjahrsbote und 'Eisbrecher'
06.02.2006 | 11:47 Uhr

Schneeglöckchen ist Pflanze des Monats Februar

Zeitiger Frühjahrsbote und 'Eisbrecher'
Das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)
Bild: Michael Neumann

Zu den zeitigsten Frühjahrsboten im Jahr zählt das Schneeglöckchen. Die beliebten Pflanzen zieren viele Gärten, wo die Schneeglöckchen nun wieder durch Eis und Schnee hindurch ihre Blüten entfalten! In diesem Februar setzen die Botanischen Gärten der Universität Bonn den der Kälte trotzenden Gewächsen ein kleines Denkmal, indem sie sie zur Pflanze des Monats erheben. Schneeglöckchen sind an vielen Stellen sowohl am Poppelsdorfer Schloss als auch im Nutzpflanzengarten am Katzenburgweg zu bewundern.


Am häufigsten trifft man in hiesigen Gartenanlagen das einheimische Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) an. Von ihm sind zahlreiche Sorten gezüchtet worden, die teilweise sehr klangvolle Namen wie zum Beispiel "Eisbrecher" haben. In den Botanischen Gärten Bonn blüht im Februar eine als Scharlocks Schneeglöckchen (Galanthus nivalis cv. Scharlockii) bekannte Form, deren Tragblatt länger als die Blüte ist und an Ohren erinnert. Die Herkunft dieser Form ist noch nicht geklärt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine selbständig im Nahetal entstandene Mutation.

Die Gattung Galanthus umfasst 18 Arten, die von Westeuropa bis in den Iran verbreitet sind. Im Handel erhältlich sind aber nur wenige, zum einen Galanthus nivalis, zum anderen Galanthus elwesii aus dem Kaukasus. Andere Arten des Schneeglöckchens blühen übrigens auch im Herbst.

Aus den Botanischen Gärten Bonn wurde vor einigen Jahren ein noch unbekanntes Schneeglöckchen beschrieben. Es heißt heute nach seinem Entdecker Manfred Koenen, der damals Gärtner in den Botanischen Gärten war, Galanthus koenenianus. Diese Art stammt ursprünglich aus der nordwestlichen Türkei.

Quelle:

» Uni Bonn


Bücher zum Thema:  Schneeglöckchen  


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