"Je mehr sich unsere Bekanntschaft mit guten Büchern vergrößert, desto geringer wird der Kreis von Menschen, an deren Umgang wir Geschmack finden." Ludwig Andreas Feuerbach
Uni-Klinik: Ärztefortbildung rund um Lungenerkrankungen
Lungenkrebs - in 90 Prozent der Fälle eine Folge des Rauchens - ist oft eine tödliche Diagnose. Nur bei etwa jedem vierten Betroffenen ist eine operative Entfernung des Tumors möglich. Früher galten Patienten mit einem inoperablen Bronchialkarzinom als nicht heilbar. Jetzt gibt es neben der Chemo- und Strahlentherapie den neuen Wirkstoff Erlotinib, der das Wachstum von Krebszellen ohne typische Nebenwirkungen einer Chemotherapie hemmt. Das kürzlich in Deutschland zugelassene Medikament darf bei Patienten mit bestimmten Formen des Bronchialkarzinoms eingesetzt werden, vorausgesetzt eine Chemotherapie war erfolglos. "Erlotinib ist eine neue Option für Patienten mit Lungenkrebs", sagt Dr. Selçuk Tasci , Oberarzt an der Medizinischen Klinik II des Universitätsklinikums Bonn. Doch Tasci warnt Betroffene vor unerfüllbaren Hoffnungen, auch wenn eine Lebensverlängerung und eine Steigerung der Lebensqualität bei einigen Patienten möglich ist.