|
TU-Forscher untersuchten die Auswirkung der 10-Euro-Gebühr
Es ist relativ still geworden um die 10-Euro-Praxisgebühr, die seit Januar 2004 die meisten Kassenversicherten zahlen müssen, wenn sie innerhalb eines Vierteljahres erstmals zum Arzt gehen. Das könnte nicht nur am Gewöhnungseffekt liegen, sondern auch daran, dass diese zusätzliche Abgabe im Sinne des Erfinders wirkt, vermuten Reinhard Busse, Professor für Management im Gesundheitswesen an der TU Berlin, und sein wissenschaftlicher Mitarbeiter Dr. Jonas Schreyögg. In einer gemeinsamen Studie mit Markus Grabka vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin finden die Wissenschaftler jedenfalls nicht nur einen Rückgang der Arztbesuche, sondern auch wichtige Hinweise, dass vor allem auf unnötige Arztbesuche oder mehrfache Untersuchungen des gleichen Leidens verzichtet wurde. Genau auf eine solche Verhaltensänderung hatte der Gesetzgeber gezielt, um der gesetzlichen Krankenversicherung Geld zu sparen, mit dem wichtige Behandlungen finanziert werden können.
|