|
Max-Planck-Forscher zeigen: Erst die eigenen Erfahrungen ermöglichen uns, Empathie und Mitgefühl für andere zu empfinden
Erfolgreiche soziale Kommunikation beruht vor allem auf der Fähigkeit, die Handlungen anderer Menschen zu verstehen. Wie aber können wir uns vorstellen, was andere Menschen gerade denken oder welche Absichten sie verfolgen? Psychologen und Neurowissenschaftler führen dies auf eine Art Simulation zurück, die in unserem Gehirn abläuft, sobald wir eine handelnde Person beobachten - die Handlung der beobachteten Person wird sozusagen innerlich imitiert. Doch Forscher des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in München konnten jetzt in Kooperation mit Wissenschaftlern der University of Bournemouth in England sowie der Rutgers University in Newark, USA, belegen, dass wir Handlungen anderer Personen offenbar auf der Basis unseres eigenen "Handlungsinventars" nachvollziehen: Der eigene Geist und der eigene Körper liefern uns also die Grundlage, um zu verstehen, was andere Menschen gerade tun, fühlen oder denken. Dieser Nachweis gelang am Beispiel von zwei Patienten, die durch eine extrem seltene Erkrankung die Fähigkeit verloren hatten, ihren eigenen Körper wahrzunehmen
|