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Das Immunsystem ist weniger effektiv gegenüber erdrückenden Krankheiten, als es sein könnte – aber wenn es besser wäre, würde es eher schaden als nutzen. Das besagt zumindest die Forschung von Michael Deem und seinen Kollegen an der Rice University, Houston.
Das Immunsystem hat sich offenbar leicht ineffizient entwickelt, so dass es eine Balance zwischen schneller Reaktion auf Krankheiten und reduzierter Wahrscheinlichkeit von Autoimmunkrankheiten erreicht, einer Lage, in der das Immunsystem gesundes Gewebe angreift. Die Autoren kamen zu ihren Schlüssen mit Hilfe eines dynamischen Modells der Antikörperentwicklung. Ihre Simulationen zeigen, dass dieselben Mechanismen, die es dem Immunsystem erlauben würden, Antikörper zu entwickeln, die schneller und stärker auf pathogene Substanzen reagieren, auch Antikörper produzieren würden, die leicht die körpereigenen Zellen angreifen.
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