"Die meisten und schlimmsten Übel, die der Mensch dem Menschen zugefügt hat, entsprangen dem felsenfesten Glauben an die Richtigkeit falscher Überzeugungen." Bertrand Russell
Internationale Forschergruppe am Dresdner Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe erreicht erstmals Bose-Einstein-Kondensation im Festkörper
Ausrichtung der Spins (dargestellt als Pfeile) der Kupfer-Atome in der Ebene (a). Sobald ein Magnetfeld senkrecht zur Ebene angelegt wird, drehen sich die Spins in Richtung des Magnetfeldes (b). Oberhalb der kritischen Stärke des Magnetfeldes (Bc ) sind alle Spins parallel zum äußeren Feld ausgerichtet (c). Bild: Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe
Eine Kondensation von magnetischen Anregungen in einen makroskopischen Quantenzustand wurde von einer internationalen Forschergruppe am Dresdner Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe zum ersten Mal in einem Festkörper nachgewiesen. Weltweit findet eine intensive Suche nach dem Phänomen der Bose-Einstein-Kondensation (BEK) im Festkörper statt, deren potentielle Existenz in zahlreichen theoretischen Arbeiten vorhergesagt wird. Das Faszinierende an diesem Effekt ist, dass alle "Teilchen" (typischer Weise 1023) einen einheitlichen makroskopischen Quantenzustand annehmen, also mit einer einzigen Wellenfunktion beschrieben werden können und darüber hinaus alle Teilchen im Gleichtakt schwingen.