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In der letzten Warmzeit war es in Mitteleuropa noch ein bis zwei Grad wärmer als heute
Wem die vergangenen Sommer schon zu heiß waren, den tröstet vielleicht ein Blick in die Vergangenheit: Während der letzten Warmzeit vor 125.000 Jahren lagen die Sommertemperaturen in Deutschland durchschnittlich noch um ein bis zwei Grad höher als heute. Zu diesen Ergebnissen kommen Klimaforscher aus Hamburg und Berlin zusammen mit Paläontologen der Universität Bonn. In ihrer Studie haben sie eine Computersimulation gegen ein Verfahren antreten lassen, das Klimadaten aus Pflanzenfossilien herleitet. Erfreuliches Ergebnis: Beide Methoden lieferten ähnliche Resultate; die Klimamodelle scheinen also auch für die Vergangenheit gut zu funktionieren. Ursache der hohen Temperaturen waren damals übrigens nicht die Treibhausgase - deren Konzentration war in vorindustrieller Zeit weit niedriger als heute. Unterschiede in Erdneigung und -umlaufbahn sorgten stattdessen in hohen Breiten für eine stärkere Sonneneinstrahlung.
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