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Stammbaum-Analysen des Menschen gingen bislang von falschen Voraussetzungen aus
Das Erbgut in den "Kraftwerken" der Zelle, den so genannten Mitochondrien, dient Evolutionsbiologen als genetische Uhr: Da es sich mit relativ konstanter Geschwindigkeit verändert, kann man aus der Zahl der Unterschiede ziemlich genau schließen, wann sich zwei Ethnien voneinander getrennt haben. Forscher der Universität Bonn und der Harvard Medical School haben nun eine Studie veröffentlicht, nach der die Uhr eventuell neu geeicht werden muss: Demnach tauschen die Mitochondrien ihre DNA rege untereinander aus. Die Beobachtung dürfte Stammbaumforscher deprimieren - Medizinern eröffnen sie jedoch neue Perspektiven zur Behandlung bestimmter Erkrankungen.
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